Antifaschistische Aktion in der Fabrik
Wochenlang arbeiteten viele engagierte Personen aus den verschiedensten linken Organisationen gemeinsam an dem Projekt „Love Music – Hate Fascism! Keine Stimme den Nazis“, um den Kampf gegen Rechts mit einem Soli-Konzert zu unterstützen.Am 17. September 2009 um 19:00 Uhr war es dann endlich soweit. Die Fabrik öffnete ihre Tore, um die zahlreich erschienenen Ska- und Reggaefans nicht mehr länger draußen warten zu lassen.Die humanen 10 € Eintritt zahlten sich diesmal besonders leicht, da es sich noch besser zu guter Musik feiern lässt, wenn man weiß, dass man damit gleichzeitig eine Soli-Aktion gegen Rassismus unterstützt. Einem unvergesslichen Abend mit den vier Bands Surfits, K-Mob, Dubtari und SKOP, die alle auf ihre Gage zugunsten des Kampfes gegen Rassismus verzichteten, stand also nichts mehr im Wege. Um 20 Uhr startete das Antifa-Konzert, frei nach dem Motto „ Love Music, Hate Fascism“, mit den Surfits. Das Publikum wurde sofort vom Holstein-Skapunkdeluxe, wie die Band selbst ihren Musikstil nennt, mitgerissen, was die bekannte Zurückhaltung zu Beginn eines Konzerts gar nicht erst aufkommen ließ. Nach einer Stunde feinstem Skapunk verabschiedeten sich die Elmshorner mit einer lautstark geforderten Zugabe und machten die Bühne frei für die nächste Band. Dieser perfekte Auftakt steigerte natürlich die Erwartungen an die noch folgenden Bands – zu Recht! Auf die nun folgende kurze Umbaupause betrat die Gruppe K-Mob die Bühne und begeisterte die Anwesenden mit ihrem ganz eigenen Stil, der Ska mit Reggae verbindet und durch eine Vermischung mit Soulelementen einzigartig wird. Immer mehr Menschen strömten nun in die Fabrik, um dieses Event mitzuerleben und sich von der tanzenden Menge anstecken zu lassen. Auch die Band K-Mob beendete nach circa einer Stunde ihren Auftritt mit einem letzten Zugabe-Track, der die Tanzenden noch einmal ordentlich ins Schwitzen brachte. Wieder unterbrach eine Umbaupause das Konzert, jedoch blieb diese Zeit nicht ungenutzt. Die Menschen strömten an die frische Luft, informierten sich an dem Stand der „Roten Hilfe“ über verschiedene Möglichkeiten, politisch aktiv zu werden, oder deckten sich am Stand von „Fire&Flames“ mit alltagstauglicher „Riotwear“ ein. Nach dieser kurzen Erfrischungspause wartete auf die, teils von weit her angereisten, Konzertbesucher das Highlight des Abends. Die Musikergruppe Dubtari legte los und bewies, dass sie Hamburg immer wieder rocken können. Selbst diejenigen die sich bisher eher ruhig verhalten hatten, ließen sich von der Mischung aus Ska, Reaggae, HipHop und Dancehall zum wilden Skanken animieren. Alle vierhundert Konzertbesucher waren nun auf der Tanzfläche. Die Band Dubtari spielte einen Hit nach dem anderen und heizte der Menge dermaßen ein, dass es einige in ihren Shirts nicht mehr aushielten und sich von da an oberkörperfrei wild zu den Beats der Band bewegten. Nach einer guten Stunde hatten viele noch nicht genug vom Intercontinentaloffbeat Dubtaris, doch es wartete noch eine weitere Band auf ihren Auftritt. Die diesmal dringend benötigte Pause wurde genutzt, um auf der Bühne Platz zu machen für die zwölf Musiker der Gruppe SKOB. Ähnlich wie die erste Gruppe eines Konzertsabends hat es häufig auch die letzte Combo schwer, die Anwesenden noch einmal zum Tanzen zu bringen. Jedoch waren die Besucher auch nach drei Stunden Skanken noch nicht müde. Letzte Kraftreserven wurden mobilisiert, um auf der Tanzfläche erneut alles zum „Ska `n`Roll“ der Band SKOB zu geben. Die Band beendete das Konzert unter tosendem Applaus und lauten Jubelrufen der Zuschauer, die offensichtlich komplett zufrieden waren und sich nun, erschöpft von vier Stunden Skanken, auf den Heimweg begaben. Für das Organisationsteam begann jetzt die Aufräumphase. Die Anspannung war von allen abgefallen und man konnte sich über einen erfolgreichen, antifaschistischen Abend freuen, an dem Geld für die Unterstützung der verschiedensten Projekte gegen Rassismus gesammelt werden konnte. Alle Konzertmitschnitte sind ab sofort online, damit ihr erneut in die großartige Atmosphäre des Antifa-Konzerts eintauchen könnt. Einfach mal auf unser Youtube-Channel gehen: Wir danken allen Konzertbesuchern und natürlich besonders den vier Bands Surfits, K-Mob, Dubtari und SKOP für die uneigennützige Unterstützung des Kampfes gegen Rassismus. In diesem Sinne: Love Music, Hate Fascism!